Zum Geleit

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste unserer Stadt,

im Jahr 2011 jährte sich die erste urkundliche Erwähnung des Wismarer Hafens zum 800. Mal. Durch die Jahrhunderte hat sich der Hafen stetig verändert, wurde den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit angepasst. Doch eines blieb weitgehend unverändert, nämlich die Form und Lage der Kaikante im Alten Hafen, demjenigen Hafen, der 1211 die erste Erwähnung fand. Und wenn wir im letzten Jahr den 800. Hafengeburtstag gefeiert haben, so feiern wir in diesem Jahr die Aufnahme Wismars in die Liste der UNECCO des Welterbes, des Erbes der Menschheit, vor 10 Jahren.

Mit dem Schiff von See kommend, erlebt man immer noch den schönsten Blick auf unsere Stadt und deren Backsteinskyline mit beeindruckenden Bauwerken – eingerahmt östlich durch die Schornsteine der Holzindustrie und westlich durch die moderne Kompaktwerft. Es ist ein faszinierender Anblick.

Ich wünsche allen Se(h)eleuten erlebnisreiche Festtage in Wismar.

 

Bürgermeister Thomas Beyer, Schirmherr der Wismarer Hafentage
 

  

Wismar – 90 Jahre Stadt der Vampire

„Ich liebe die Dunkelheit und die Schatten, wo ich mit meinen Gedanken allein sein kann.“
(Graf Dracula)
 

Die Premiere von Nosferatu fand am 4. März 1922 im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin statt, aber im Sommer 1921 begannen die Dreharbeiten zu diesem Meisterwerk der Filmgeschichte in Wismar.

Eine der beeindruckendsten Szenen ist das Einlaufen eines Dreimasttoppsegelschoners „Empusa“ unter Segeln in den alten Hafen mit einer unheimlichen Ladung an Bord. Friedrich Wilhelm Murnau hinterließ mit diesem Meisterwerk ein bleibendes Denkmal für die Stadt, an das wir hier gerne erinnern.

In einem Sarg auf einem Schiff versteckt, gelangt Nosferatu von Transsilvanien nach Wisborg. Der Vampir bringt eine Rattenplage und die Pest in die Stadt. Als eine beherzte Frau die Zusammenhänge ahnt, opfert sie sich, verbringt freiwillig eine Nacht mit Nosferatu und hält den Vampir im Morgengrauen so lange fest, bis er im Sonnenlicht zu Asche zerfällt… (Dieter Wunderlich/Filmtipps)

seit April 2006